Blitzschutz im Einfamilienhaus

Wer ein eigenes Heim besitzt, kann sich heutzutage glücklich schätzen. Zwar ist in Zeiten billigen Baugeldes der Neubau eines Eigenheims wieder attraktiv, die Baupreise sind aber auch entsprechend angestiegen. Egal, ob es sich um einen Altbau handelt, ein saniertes Eigenheim oder ob eines gebaut wird, der Blitzschutz ist beim Einfamilienhaus immer ein Thema.

Wobei in der Vergangenheit dabei oft geschludert wurde. Nicht jedes Eigenheim muss mit einem perfekten Blitzschutz ausgestattet sein. Je nach geologischen Bedingungen, Ortslage und Anfälligkeit des Objektes gegenüber Blitzeinschlag sind mehr oder weniger abgespeckte Varianten möglich. Denn eines steht fest: Blitzschutz ist teuer. Soll ein den heutigen technischen Anforderungen entsprechender möglichst weitgehender Blitzschutz errichtet werden, muss der Besitzer des Eigenheims tief in die Tasche greifen.

Blitzschutz über der Erde

Eine Blitzschutzanlage am Haus wird oft nur mit den sichtbaren Teilen wahrgenommen. Da ist der Blitzfänger an der höchsten Spitze des Hauses, die Weiterleitung über das Dach und an der Fassade entlang bis in den Erdboden. Handelt es sich um ein Haus mit mehreren vorstehenden Dachteilen, müssen diese zusätzlich angeschlossen werden. Mitunter wird auch an den Schneefanggittern ein Blitzschutz befestigt.

Ist ein Schornstein aus gemauerten Ziegeln vorhanden, ragt dieser naturgemäß über die sonstige Dachfläche hinaus. Deshalb wird der Fachmann des Blitzschutzes an diesem einen Blitzfänger befestigen. Natürlich immer in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Schornsteinfegers.

Bei modernen Heizungsanlagen, bei denen meist ein Edelstahlkamin hochgezogen wurde, sieht die Sache schon ganz anders aus. Denn dieser Edelstahlkamin ist an sich der beste Blitzableiter. Er wird jedoch den Blitz nicht ableiten, sondern direkt in das Haus. Deshalb muss hier besondere Vorsicht angewendet werden, spezielle Fachkenntnis ist vonnöten.

Blitzschutz unter der Erde

Der wichtigste und teuerste Teil der Blitzschutzanlage befindet sich unter der Erde. Je nach geologischen Besonderheiten, insbesondere dem Grundwasserstand, muss dieser entweder tief oder breit ausgeführt werden. Ziel ist es immer, einen möglichst geringen Übergangswiderstand für den Blitz zum Erdreich anzubieten. In Gebieten mit hohem Grundwasserstand genügt es oftmals, eine netzartige große Edelstahlfläche flach unter der Erde einzugraben. Ist der Grundwasserstand tiefer, muss der Blitzschutz ihm folgen. Ein Tiefenerder der ist oftmals nicht zu vermeiden.